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Küche & Haushalt · Erfahrungsbericht

„Nach 8 Wochen habe ich alle meine alten Pfannen entsorgt“ – mein Test der TitanPur Pro

Beschichtungsfrei, ohne PFAS und PTFE, angeblich unkaputtbar. Ich war skeptisch – und habe die Titanpfanne acht Wochen lang jeden Tag benutzt. Das ist mein ehrliches Fazit.

Von Claudia Berner, Redaktion barchconchAktualisiert am 15. Juli 2026Lesezeit 6 Min.
TitanPur Pro Titanpfanne 30 cm auf einer Küchenarbeitsplatte

Die TitanPur Pro in 30 cm – Bildmaterial des Anbieters. Anzeige.

Angefangen hat es mit einer Kleinigkeit: Beim Wenden von Spiegeleiern löste sich in meiner zwei Jahre alten Antihaftpfanne ein kleiner grauer Splitter der Beschichtung. Er lag danach im Eiweiß. Ich habe das Ei weggeworfen – und mich zum ersten Mal ernsthaft gefragt, was ich meiner Familie eigentlich seit Jahren mitkoche.

Bei der Recherche bin ich über den Begriff PFAS gestolpert, die sogenannten „Ewigkeitschemikalien“, die in der EU zunehmend reguliert werden. Und über eine Pfanne, die komplett ohne Beschichtung auskommen soll: die TitanPur Pro aus Reintitan. Klang für mich zunächst nach Marketing.

Der erste Eindruck: leichter als erwartet

Was mir sofort auffiel: Das Ding ist erstaunlich leicht. 1,1 Kilogramm bei 30 Zentimetern Durchmesser – meine gusseiserne Pfanne wiegt fast das Dreifache. Kein Einbrennen, kein Einölen, kein YouTube-Tutorial. Auspacken, abspülen, losbraten.

Detailaufnahme der beschichtungsfreien Titanoberfläche der TitanPur Pro

Die Eckdaten im Überblick

  • 30 cm Durchmesser, 8 cm tief – reicht für vier Portionen
  • Reintitan-Oberfläche, keine PTFE-/PFAS-Beschichtung
  • Für Gas, Elektro, Ceran und Induktion, ofenfest bis 390 °C
  • 1,1 kg – deutlich leichter als meine Gusseisenpfanne
  • Spülmaschinenfest und metallbesteckgeeignet

Anzeige · Preis und Verfügbarkeit siehe Shop

Woche 1: Ich habe fast alles falsch gemacht

Ehrlich gesagt lief der Start holprig. Ich habe die Pfanne wie gewohnt auf Stufe neun vorgeheizt – und meine Zwiebeln waren in 90 Sekunden schwarz. Titan leitet Wärme deutlich schneller. Seit ich konsequent auf mittlerer Stufe arbeite, funktioniert es tadellos. Diese Umgewöhnung sollte man einplanen; sie ist der häufigste Grund für enttäuschte Bewertungen.

Woche 3: Der Spiegelei-Test

Der eigentliche Härtetest für jede Pfanne ohne chemische Beschichtung. Drei Tropfen Öl, mittlere Hitze, Ei hinein. Ergebnis: Es löste sich nach etwa 40 Sekunden von allein und ließ sich am Stück wenden. Die Oberfläche ist mikroskopisch strukturiert – der Hersteller vergleicht das Prinzip mit einem Lotusblatt. Ganz ohne Fett wird es nichts, aber die Menge ist lächerlich klein gegenüber früher.

Spiegelei löst sich von der Titanoberfläche der TitanPur Pro Pfanne
Antihafteffekt ohne Beschichtung – Herstellerabbildung, exemplarisch.
„Der Moment, in dem ich meine alte Pfanne in den Müll geworfen habe, war überraschend befreiend. Ich koche jetzt einfach – und denke nicht mehr darüber nach, was sich da gerade löst.“

Woche 8: Was hat sich abgenutzt?

Nichts Sichtbares. Ich habe bewusst mit Metallwender gearbeitet, mehrfach in der Spülmaschine gereinigt und Tomatensugo darin ziehen lassen. Keine Kratzer, die man spürt, keine Verfärbung, kein metallischer Geschmack. Zwei matte Stellen am Boden gibt es – rein optisch, ohne Funktionsverlust.

Was mich zusätzlich überzeugt hat: Der Griff bleibt auch nach 20 Minuten Braten handwarm, und die Pfanne darf inklusive Griff in den Backofen. Schmoren, anbraten, fertiggaren – alles in einem Teil. Wer sich die aktuellen Konditionen ansehen möchte, findet sie hier auf der Produktseite des Anbieters.

Was mir nicht gefallen hat

Ich möchte kein Werbeprospekt schreiben, deshalb die Kritikpunkte: Erstens der Anschaffungspreis – im zweistelligen oberen Bereich ist das keine Impulsanschaffung. Zweitens die erwähnte Hitze-Umgewöhnung. Drittens: Wer eine klassische Kruste wie in der Eisenpfanne sucht, muss die Pfanne ordentlich vorheizen, sonst dünstet das Fleisch eher. Und viertens sind Lieferzeiten bei Aktionen erfahrungsgemäß länger.

Was andere Leserinnen und Leser berichten

Individuelle Einzelmeinungen, keine typischen Ergebnisse.

  • ★★★★★Martina K., 54, BielefeldVerifizierter Käufer

    Ich habe drei Keramikpfannen in vier Jahren verschlissen. Diese hier sieht nach zwei Monaten aus wie am ersten Tag – und das Rührei löst sich wirklich mit einem Tropfen Öl.

  • ★★★★★Ahmet Y., 41, StuttgartVerifizierter Käufer

    Ich koche viel mit Tomate und Zitrone. Kein metallischer Beigeschmack, nichts verfärbt sich. Die Hitze muss man am Anfang deutlich niedriger stellen, sonst brennt alles an.

  • ★★★★Sabine R., 36, LeipzigVerifizierter Käufer

    Sehr zufrieden, aber ehrlich: Man braucht eine kleine Umgewöhnung. Nach drei Tagen hatte ich den Dreh raus. Der Griff wird nicht heiß, das war mir wichtig.

TitanPur Pro Pfanne mit Zubehör im Set

Mein Fazit

Für mich hat sich der Wechsel gelohnt. Ich brauche weniger Fett, spare mir den regelmäßigen Nachkauf billiger Antihaftpfannen und habe beim Kochen für die Kinder ein deutlich besseres Gefühl. Wer bereit ist, einmalig mehr auszugeben und sich an eine niedrigere Hitzestufe zu gewöhnen, bekommt hier eine Pfanne, die vermutlich länger hält als der Herd darunter.

Anzeige / Affiliate-Link. Sie werden zum Shop des Anbieters gartenort.de weitergeleitet. Vertragspartner beim Kauf ist ausschließlich der Anbieter. Angaben zu Preis, Rabatt, Aktionszeitraum und Verfügbarkeit ohne Gewähr.

Häufige Fragen

Muss die Pfanne eingebrannt werden?
Nein. Laut Hersteller ist sie sofort einsatzbereit; ein Einbrennen wie bei Gusseisen entfällt.
Funktioniert sie auf Induktion?
Ja, laut Herstellerangabe für Gas, Elektro, Ceran und Induktion geeignet.
Wo kann ich sie kaufen?
Direkt beim Anbieter – zur Produktseite der TitanPur Pro. barchconch verkauft selbst keine Waren.